Amiga Kolumne: Stadt vs. Land, vom Unterschied zwischen Stadt und Land, bist du Landei oder Stadtkind? Probleme, Intrigen und schräge Blicke - von der Stadt aufs Land, Frühlingsoutfit mit roten Sandaletten, Jeans und Lederjacke, rote Sandalen kombinieren, casual Look mit roten Schuhen, www.amigaprincess.com

amiga Kolumne #2: Stadt vs. Land*

In diesem Beitrag gehe ich etwas näher auf die Diskrepanzen von Stadt und Land ein. Kann aus einem Landei wirklich ein Stadtmensch werden und umgekehrt? Meine Meinung dazu, sowie ein paar Gedanken zum Thema findest Du in der amiga Kolumne #2.

Werbung. In der letzten und auch ersten Kolumne dieser neuen Reihe habe ich Dir über mein Leben als Selbstständige berichtet. Heute gehe ich auf einen weiteren Themenvorschlag einer Followerin ein, den Unterschied zwischen Stadt und Land. Gleich eines von vorweg: dieser Beitrag ist natürlich mit einem Augenzwinkern zu lesen.

Urspung: Landei

Viele wissen vermutlich nicht, dass ich aus einem sehr kleinen Dorf mitten im Nirgendwo herkomme. Im Sachunterricht musste ich mir die Einwohnerzahl 552 merken, ich weiß es noch ganz genau – ziemlich klein also. 😉 Es ist ein klassisches österreichisches Dorf mit vielen Bauernhöfen, Kindergarten und Volksschule, ein paar Gasthäusern und einem Greißler bzw. Bäcker. Jeder kenn jeden, man grüßt sich und tratscht auf der Straße.

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Nach meiner Matura bin ich 2007 nach Wien gezogen, hatte aber den festen Plan nach dem Studium wieder zurück nach Oberösterreich zu ziehen. Nun ja, Zeiten ändern sich und Freunde auch. Ich habe also bisher in etwa die eine Hälfte meines Lebens am Land und die andere Hälfte in der Stadt verbracht und kann es mir ehrlich gesagt nicht vorstellen nicht mehr in Wien zu wohnen. Dafür gibt es mehrere Gründe. Zeit für ein kleines Fazit.

Vom Landei zum Stadtmensch?

Aber bin ich tatsächlich vom Landei zum Stadtmensch mutiert? Ich denke nein, denn ein wenig von beidem steckt in allen von uns. Nur die aktuelle Lebenslage entscheidet, welche Seite dominiert. Der größte Unterschied ist, neben dem Lebensraum natürlich, die Mentalität der Menschen. Städter machen sich über die Landbevölkerung lustig und andersherum, das war vermutlich schon immer so. ich sehe mich selbst irgendwo dazwischen. Vor allem die Wiener bekommen da ordentlich ihren Dreck weg.

Viele meiner damaligen Mitschüler oder auch Dorfbewohner konnten und können es noch immer nicht nachvollziehen, wie ein Mensch nach Wien ziehen kann. Dieses böse, wilde, gefährliche Wien mitsamt den unfreundlichen Menschen und den zahlreichen Gefahren. So denken leider uninformierte Personen über die lebenswerteste Stadt der Welt. Und das nur, weil sie vermutlich selbst niemals den Mut hätten diesen Schritt zu wagen. Veränderung oder Neues? – kommt mir nicht zu nahe.

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Tun, was andere erwarten vs. tun, was man selbst für richtig hält

Tief in mir hängen geblieben ist leider der Glaube tun zu müssen, was andere von mir erwarten. Oder besser gesagt etwas auf die Art und Weise zu machen wie es sich gehört. Es war immer wichtig, was andere davon halten und wie sie dazu stehen. Nicht dass am Ende noch über mich geredet wird. Ich wollte und will es zum Teil auch noch heute allen recht machen. Damit schafft man leider sehr viel Probleme in die Welt.

Das Leben in der Stadt und mein Job haben mir gezeigt, wie wichtig es ist, Dinge zu machen weil man es selbst möchte und vor allem auch wie man es selbst möchte. Nur so kann ich glücklich sein und meinen eigenen Weg gehen. Vor allem in meinem Berufsfeld muss ich viele Entscheidungen treffen, neue Wege einschlagen und mal etwas wagen. Auch wenn es viele Menschen geben wird, die das nicht gut finden. Aber immer daran denken: es wird immer eine oder mehrere Personen geben die gegen Dich sind. Sollte Dir das zu schaffen machen, verrate ich Dir in diesem Beitrag wie Du negative Gedanken in positive verwandelst.

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Aber weißt Du was? Mir ist das tatsächlich egal geworden. Mir ist egal, ob Gudrun das Foto gefällt, das ich poste. Mir ist egal, ob Regina dieses Outfit so nie tragen würde. Mir ist egal, ob Babsi meine Frisur scheiße findet. Es ist mir einfach egal. Lange genug habe ich es anders gemacht und mich endlich Schritt für Schritt davon abgekapselt. Dadurch habe ich mich menschlich enorm weiterentwickelt. Und wenn Siglinde und Angi meinen beim Bäcker über das Mädel mit den roten Schuhen lästern zu müssen, dann sollen sie das bitte machen. 😉

Hast Du die gesehen? Läuft wochentags völlig aufgetakelt mit hohen Schuhen und Lippenstift in Rot durch die Straßen. Außerdem hat sie Tattoos und so ein Piercing am Ohr.

Apropos rote Schuhe. Ich finde meinen Modestil weder riskant noch außerordentlich revolutionär. Drehe ich aber mit gewissen vermeintlich harmlosen Teilen aus meinem Schrank eine Runde mit Knut am Land, dann wird hinter mir ordentlich getuschelt – über die Tussi, die jetzt meint eine Städterin zu sein.

Ein weiteres Beispiel ist meine heißgeliebte runde Miu Miu Sonnenbrille, die meine Mama einfach nicht versteht. 😉 Anfangs ließ ich diese Sachen bewusst im Koffer oder nahm sie gleich gar nicht mit. Heute trage ich sie mit Stolz. Denn ich bin dankbar die Person geworden zu sein, die ich sein möchte. Und meine Entwicklung ist noch lange nicht zu Ende. Kurz vor meinem 30. Geburtstag macht es mich einfach glücklich das sagen zu können.

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Mein Outfit mit roten Sandaletten

Die Fotos fand ich für diesen Beitrag übrigens sehr passend. Sie zeigen meine perfekte Mischung aus Landei und Stadtkind. Unauffällige Basics kombiniert mit knalligen Accessoires. Die roten Sandaletten sind von Deichmann und perfekt für Frühjahr und Sommer. Dank Blockabsatz kann ich darin den ganzen Tag bequem laufen. Außerdem passen sie farblich super zu meiner Aigner Tasche. Die Jeans ist der Levi´s 501 cropped Klassiker, T-Shirt von Selected Femme und die Lederjacke von Mango. Fertig ist ein gemütlicher casual Look alla amigaprincess. Wie findest Du das Outfit?

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In freundlicher Zusammenarbeit mit Deichmann Österreich. 

2 comments
  1. Hi Trixi!

    Super Thema und ich weiß genau, worum es geht. Hab mich in vielen deiner Zeilen wiedererkannt. Ich bin in Wien geboren, hab meine Kindheit ab dem Kindergarten bis nach der Matura in einem ähnlich kleinen Dorf verbracht, bis ich für’s Studium wieder nach Wien gegangen bin.

    Jetzt mit etwas über 30 werde ich permanent gefragt, wann denn die Kinder kommen und ob ich dann eh wieder auf’s Land geh. Weil die Stadt ist ja für Kinder überhaupt keine Option.
    Ich schocke meine Gegenüber dann immer mit meiner Antwort, dass ich jetzt aktuell – was in 5 Jahren ist, weiß ich nicht – fix nicht auf’s Land ziehen werde und noch mehr Schock löse ich aus, wenn ich mitteilte, dass ich gar nicht daran denke, Kinder zu bekommen oder zu heiraten. Aja, und Haus möchte ich auch keines bauen. Und das sitzt jedes Mal. Und trotzdem geht es mir nicht gut, weil ich permanent das Gefühl habe, mich dafür rechtfertigen zu müssen. Weil ich es anders mache, als viele meiner Familienmitglieder, FreundInnen oder Bekannten.

    Ich bin gerade dran, damit aufzuhören, es allen recht zu machen. Ich hab es so gelernt und lege mir damit unglaublich viele Steine selbst in den Weg. Ich hab beschlossen, dass damit jetzt Schluss ist und ich mein Leben lebe. In der großen, gefährlichen und stinkingen Stadt Wien 😉

    LG Sabrina

  2. Hallo Trixi,

    du sprichst so wahre Worte! Ich bin auch wie du in einem kleinen Dorf in Tirol aufgewachsen und mit 18 ausgezogen. Zuerst nach Innsbruck (was noch ok war für die Leute), dann nach London. Meine Mama wurde deswegen auf offener Straße angefeindet, wie sie und mein Papa es nur erlauben können, eine 21 jährige alleine nach London gehen zu lassen!? Das war quasi mein Todesurteil! Tja, ich lebe aber immer noch und wohne jetzt seit über 6 Jahren in München. Trotzdem fühle ich mich auch immer noch ein bisschen wie ein Landei. Ich glaube das geht nie weg, was aber auch gut so ist. Man ist irgendwo in der Mitte zwischen Stadt und Land. Für die Leute im Dorf aber sicher mehr Stadt, allein wegen den Outfits und ich muss inzwischen auch eher schmunzeln und freue mich manchmal über die blöden Kommentare, weil ich auch denke, dass oft viel Neid dahintersteckt. Denn diese Leute haben sich eben nicht raus getraut aus ihrer Komfortzone und genau das stört sie, wenn sie uns dann sehen.
    Lg Michaela

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