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Küchenkräuter – Geschmack, Verwendung und Pflegetipps

Wir verarbeiten sie fast täglich und verwenden sie zum Würzen von Saucen und Suppen, verfeinern Salate oder Smoothies damit: Küchenkräuter sind im Dauereinsatz und wollen daher auch dementsprechend gut gepflanzt und gepflegt werden. Alle relevanten Infos dazu findest Du in diesem Beitrag.

Es ist Frühling und langsam aber sicher können wieder Kräuter gepflanzt werden. Die Kräuter für den täglichen Gebrauch kaufst Du am besten im Fachhandel. Dort sind die Pflanzen gut ausgebildet, nicht zu eng gesetzt und können zuhause ohne Probleme umgetopft oder auf der Fensterbank platziert werden. Aber auch in vielen Supermärkten werden mittlerweile Topfkräuter angeboten. Diese sind allerdings für den sofortigen Verzehr gedacht.

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Möchtest Du länger Freude an den Küchenkräutern haben, dann ist vor allem hier eine Umpflanzung in ein Beet oder in einen größeren Topf unabdingbar. Direkt nach dem Umsetzen solltest Du darauf achten, etwa zwei Wochen nichts zu ernten, damit sich die Pflanze regenerieren kann. Ebenfalls wichtig ist natürlich der richtige Standort und die passende Pflege.

Der perfekte Standort: hier fühlen sich Küchenkräuter wohl

Auf Balkon und Terrasse bevorzugen Kräuter einen eher sonnigen Standort. Er sorgt für ein gesundes Wachstum und eine optimale Aromaentwicklung – beides ist für den täglichen Gebrauch in der Küche sehr wichtig. Du kannst die Kräuter in einem Blumenkasten, einem Topf oder auch in einem Kübel anpflanzen.

Auch in der Küche ist die Wahl des Standorts ausschlaggebend für eine lange Freude an den Kräutern. Wähle einen hellen Platz, möglichst nah am Fenster. Bei einer großen Vielfalt an verschiedenen Küchenkräutern kann der Platz auf der Fensterbank schon mal eng werden. Eventuell wäre ein hängender DIY Indoor-Kräutergarten eine Option für Dich. Der ist schnell gebaut und sieht top aus.

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Pflanzung nach Gießbedarf

Wichtig ist die räumliche Trennung der Kräuter nach Gießbedarf. Thymian, Salbei, Oregano oder Rosmarin stammen aus warmen Regionen und kommen daher auch mit weniger Wasser zurecht. Die Stämme dieser Kräuter sind meist holzig und das Laub fest. Genau wie an ihrem ursprünglichen Standort, bevorzugen sie auch im Topf eher sandige Erden mit wenig Dünger.

Küchenkräuter mit eher weichen, großen Blättern wie Minze, Estragon oder Petersilie gedeihen in nährstoffreicher Erde besser und nehmen auch mehr Wasser auf. Auch Basilikum verträgt keine Trockenheit und geht bei längerer Wasserknappheit ein.

Regelmäßiges Gießen bis die Erde durchdrungen ist, ist die beste Methode. Staunässe sollte vermieden werden und auch das Befeuchten des Laubs ist nicht ratsam sondern schadet der Pflanze viel mehr. Generell gilt: lieber etwas trocken als zu nass. Eine Ausnahme bildet Basilikum. Er braucht täglich Wasser.

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Küchenkräuter richtig ernten

Frisches Basilikum gekauft, zweimal geerntet und schon sind nur mehr kahle Stängel im Topf übrig. Die Langlebigkeit von Küchenkräutern steht und fällt mit der richtigen Ernte. Denn “hier ein Blatt abnehmen und dort einen Trieb abschneiden” sind nicht unbedingt die richtige Methode um einen gleichmäßigen Nachwuchs zu fördern.

Vor allem bei immergrünen Kräutern wie Thymian, Salbei oder Rosmarin ist der Ernteschnitt auch gleichzeitig ein Rückschnitt. Er dient also auch der Formierung und der Pflanzenpflege, damit sie sich besser verzeigen und buschiger nachwachsen kann. Geerntet sollten immer junge Triebe werden. Nur so kann das Kraut leichter neue Triebe bilden und sich formen. Beschädigte Blätter müssen regelmäßig entfernt und entsorgt werden. Ein Messer oder eine Schere ist beim Ernten sehr hilfreich, da ein gerader Schnitt schneller heilt und die Pflanze sich besser regenerieren kann.

Bei einjährigen Kräutern wie Schnittlauch, Petersilie oder Dill musst Du hingegen behutsamer vorgehen und immer nur so viel ernten wie gerade benötigt wird. Die Pflanzen brauchen anschließend wieder ausreichend Zeit zum Nachwachsen.

Die beliebtesten Küchenkräuter: Geschmack und Verwendung

Nachfolgend habe ich Dir die gängigsten Küchenkräuter zusammengefasst. Ich verrate Dir Wissenswertes über Geschmack, Ernte, Standort und Pflege. Zudem findest Du zwischendurch immer wieder passende Rezeptideen.

Basilikum

Eines der beliebtesten Küchenkräuter ist ganz klar das Basilikum. Es ist leicht bitter im Geschmack, aber dennoch angenehm und sehr kräftig. Ich liebe den Geruch von frisch gepflücktem Basilikum. Er erinnert mich an Sommer und natürlich an Italien. Das mediterrane Kraut passt am besten zu Tomatengerichten oder Antipasti – eben alles, was die italienische Küche so her gibt. Basilikum muss regelmäßig gegossen werden, sodass die Erde immer leicht feucht bleibt. Staunässe ist allerdings der Tod und sollte unbedingt vermieden werden.

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Ganz wichtig ist das Umtopfen der Pflanze nach dem Kauf. Nur so kann das Basilikum gleichmäßig weiterwachsen und Du verhinderst eine komplette Abernte. Entscheidend ist, wo die Triebe abgeteilt werden. Ideal ist es, den Stängel unter dem obersten Blattbüschel abzuschneiden. Wird das Basilikum häufig zurückgeschnitten, wächst es dichter und man kann länger und öfter ernten. Werden hingegen nur einzelne Blätter abgezupft, verletzt man die Blattachseln und eine weitere Verzweigung wird verhindert.

Petersilie

Petersilie bekommen wir bereits in den Kinderschuhen regelmäßig auf die Teller. Diese Küchenkraut wird vor allem in der österreichischen und deutschen Küche multifunktional eingesetzt. Ein leichter Geschmack nach Sellerie und Muskat zeichnet die Petersilie aus. Sie passt gut zu Kartoffeln, Tomaten, Karotten und generell zu Salaten. Zu unterscheiden sind hier glatte Petersilie und eine krause Art. Erste schmeckt deutlich intensiver.

Bezüglich der Ernte ist es ratsam immer zu warten, bis die Stiele mindestens drei Blattpaare haben. Ernte die Petersilie immer mit Stiel und nicht nur die Blätter. Denn der Schnitt ganz unten regt das Wachstum der Pflanze an und sorgt für ein schön buschiges Kraut.

Rosmarin

Bei Rosmarin denke ich automatisch an laue Sommerabende und Grillgerichte. Das Küchenkraut verfügt über eine herbe, leicht bittere und harzige Note – das klingt aber schlimmer als es tatsächlich ist. Rosmarin ergänzt kräftige Speisen mit Fleisch und Fisch. Passt aber auch gut zu Kurzgebratenem wie Steak und Rosmarinkartoffeln. Das Kraut wird auch gerne zum Aromatisieren von Essig oder Öl verwendet.

Dill

Dill kennt man hauptsächlich in Kombination mit Gurke und Lachs. Das Küchenkraut schmeckt leicht nach Anis und ist angenehm süßlich. Genau mit diesen Aromen unterstützt es den Geschmack von Kochfisch, Topfen oder Gurken bzw. hebt diesen hervor. Genau wie Basilikum sollte auch Dill immer ausreichend feucht gehalten werden.

Koriander

Bei diesem Kraut scheiden sich die Geister wie bei keinem anderen. Koriander liebt man oder hasst man – es gibt kein dazwischen. Er hat einen leicht süßlichen, mild pfeffrigen Geschmack, der oft als seifig beschrieben wird. Koriander ergänzt asiatische Gerichte, Geflügel und Garnelen perfekt. Solltest Du kein Koriander-Fan sein, dann probier ihn mal in Kombination mit Limette und Erdnuss.

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Majoran

Deftige Küche verlangt nach Majoran. Der leicht pfeffrige, bittere und sehr intensive Majoran braucht kräftige Gegenspieler. Fettige Gerichte wie Schweinefleisch, Gans oder Wurst vertragen eine ordentliche Portion davon. Das Küchenkraut wirkt verdauungsfördernd und ist daher auch die perfekte Ergänzung zu schwerem Essen.

Minze

Auch die Minze gehört zu den beliebtesten Küchenkräutern. Sie schmeckt frisch und wird großteils für fruchtige Desserts oder zur Zubereitung von Tee verwendet. Aber auch zu orientalischen und asiatischen Gerichten passt die Minze sehr gut.

Die Minze ist ein sehr pflegeextensives Kraut und sollte regelmäßig abgeerntet und zurückgeschnitten werden. Wer das nicht macht, kann mit einer wahren Minz-Plage im Beet rechnen. Am besten gedeiht das Kraut an einem luftigen Standort. Wie alle anderen Kräuter mit frischem Geschmack liebt auch die Minze feuchte Erde.

Oregano

Oregano kennen wir alle als Kraut für die Pizza. Sehr würzig, leicht scharf, herb und bitter, so würde sich Oregano am besten beschreiben lassen. Neben Pizza passt er auch super zu Tomaten, Schafskäse und Fisch aber auch zu Lamm- und Schweinefleisch. Ein sonniger bis halbschattiger Standort und ein klein wenig Wasser reichen für den Oregano aus um perfekt zu gedeihen.

Salbei

Salbei ist in unseren Küchen eher ein Fremder und wird lediglich für Saltimbocca alla romana verwendet. Je nach Sorte schmeckt Salbei mild bis streng bitter. Neben Kalb ist Salbei auch zu geschmortem Gemüse, Geflügel, Kürbis und Pasta eine gute Wahl.

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Schnittlauch

Der Schnittlauch ist vor allem bei Kindern sehr beliebt. Obwohl das Kraut zwiebelig und scharf im Geschmack ist, schmeckt er selbst den kleinsten am Butterbrot. Er gehört zu den am vielseitig einsetzbaren Küchenkräutern und passt zu Tomaten, Eiern, Krabben, Räucherfisch und natürlich Salatdressings. Gekaufter Schnittlauch aus dem Handel steht viel zu dicht und sollte schnell aufgebraucht werden. Für den Dauereinsatz eignet sich die selbstgezogene Variante besser. Ein paar wenige Samen sind dafür ausreichend.

Estragon

Ich muss sagen, dass ich nie ein großer Fan von Estragon war. Die leicht pfeffrige und bittere Note hat für mich einfach den Geschmack eines jeden Gerichtes übertrumpft. Wohl dosiert eingesetzt, passt Estragon aber hervorragend zu Fisch, hellem Fleisch, Artischoken, Blumenkohl/Karfiol und Spargel.

Thymian

Thymian habe ich gerne mit Majoran verwechselt. Denn auch er schmeckt intensiv würzig und rundet den Geschmack von Eintöpfen, Hülsenfrüchen und Auberginen ab. Genau wie Majoran wirkt auch dieses Kraut verdauungsfördernd.
Thymian sollte gelegentlich gegossen werden, sodass der Boden aber niemals zur Gänze austrocknet.

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